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Ein Casting der etwas anderen Art

13.11.11

Meine Fresse, schlimmer geht wirklich noch immer

Als ich das folgende Thema das erste Mal gelesen, bzw. überflogen habe, dachte ich an eine makabere Zeitungsente, wie schon bei so vielen skuril-anmutenden Schlagzeilen zuvor. Doch dann recherchierte ich zu diesem Thema und alles was ich konnte, war mit dem Kopf zu schütteln. Aber nicht auf die unfassbare Art, sondern auf die äußerst amüsierte Art.
 Frau Margot Käßmann, unsere allseits beliebte Ich-fahr-auch-besoffen-Auto-Betschwester hat jetzt bei einem Casting als Jury-Mitglied teilgenommen. Das schönste Grab, der schönaste Sarg, die schönste Urne wurden gesucht. Also sowas wie Deutschland sucht das Super-Gräbchen oder das Morbid-Talent oder auch Let´s fall in die Grube. Mit Frau Käßmann als Diddäää und Frau Llambi in einem. Geht’s denn bitte noch etwas peinlicher? Ich glaub, in Amiland hat man über diese Aktion noch nicht lachen können. Und für unser Bild im Ausland wäre es wohl auch sicher besser, wenn es dabei bliebe ..schmunzel…

Wenn ich in dem Bericht jetzt aber noch lese, Frau Käßmann gilt als das Gewissen der Gesellschaft frage ich mich schon, ob ich da bei dem Thema Käßmann irgendwas verpasst habe? Ist das so, dass wenn man besoffen Auto fährt, dass das dem Gewissen der Gesellschaft gerecht wird? Müssen wir das nun alle so machen? Oder gilt das nur für alle Evangelisten? Die Katholiken saufen ja nur in der Kirche. Und können danach auch direkt beichten, ihr gesellschaftliches Gewissen ist damit wieder rein.

Und Frau Käßmann ist auch noch bestechlich.

Gegen eine Spende von 2500 Euro an ein Hospiz in Hannover verlieh Käßmann als eines von neun Jurymitgliedern der Wahl des schönsten Friedhofes, Grabsteins, Sarges und der schönsten Urne eine Aura moralischer Solidität. (Spiegel Online)

Jetzt kann endlich jeder sehen, auf welchem Friedhof die ewige Ruhe am schönsten ist; dass die eigenen sterblichen Überreste statt in einer 08/15-Urne auch in einem Designerstück ruhen können; dass es bei Grabsteinen mindestens so viel Auswahl gibt wie bei Autos; und dass es bei Särgen mindestens so viel Wahlmöglichkeiten gibt wie bei Fertiggaragen. (ebenfalls Spiegel-Online)

Diese beiden Abschnitte finde ich super, sie sind so düster, dunkel-böse und sarkastisch, wie es doch sehr zu diesem Thema passt. Deutschland sucht den Supertoten. Das Untoten-Talent. Let´s rumbel in the Urne. Und für Dieter Bohlen direkt schon ein Altersjob, wenn er aufgrund von Taubheit und Alterssenilität die bisherigen Jury-Jobs nicht mehr ausfüllen kann. Deutschland sucht die-Super-Ruhestätte. Oder das Wer-schaufelt-die tiefste-Grube-Talent. Let´s versenk ihn noch ne Runde weiter.

Auch wieder ein sehr nettes Thema. Auch so rein überhaupt nicht geschmacklos. Zum Glück, sonst würde ich auch nichts darüber schreiben. Es muss schon alles geschmacklich vertretbar sein.

Das war das heilige Wort zum Sonntag.
Eine Gemeinschaftsproduktion der evangelischen und der lass-mich-damit-bloss-in-Ruhe-Kirche.....
14.11.11 20:52
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(6.4.12 10:46)
Die gelbe Schrift auf weißem Hintergrund ist leider unlesbar.

Gruß
Pi Segriet

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