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Bundes-Fipsi macht nu Dampf

12.11.11


Dabei war es doch sicher eine ganz andere Absicht, die hinter der Motivationsrede von Vizekanzler Philipp Rösler steckte auf dem Sonderparteitag der FDP. Aber die Heilung beginnt damit, dass man das Problem beim Namen nennen kann. Das hat der Bundeswirtschaftsminister ja schon einmal zu Beginn der Rede gut und präzise rüber bringen können und seine Parteikollegen vermuuutlich auch nicht sehr überrascht, als er sagte:"^Wir alle wissen, 2011 war für unsere Partei kein Erfolgsjahr. " Ach echt nicht? Dabei wart ihr doch in Berlin so gut, so überraschend gut und mit euch hatte vorher doch niemand gerechnet...Ach uppppsi. Falscher Platz. Passiert schon mal, dass man die FDP mit einer völlig unbekannten, Konzeptfreien Partei verwechselt. Mein Fehler.
Und Rösler bekennt, dass die vergangene Zeit auch für ihn "ganz schön hart war". Ja, klar, wenn man dann nach den Wahlen erstmal gucken muss, für welche Dinge man sich jetzt eigentlich erstmal einsetzen muss und wie man dann vorhat, gewisse, neue Projekte überhaupt ans laufen bringen will....ach, verflucht, hab ich das doch schon wieder verwechselt. Sorrrry...Deshalb nun auf dem Parteitag auch die kämpferische Haltung. Auch Fipsi muss ja mal aus der Kanzlerins dunklem...ähm...Schatten raus. Man müsse sich jetzt nicht wegen der Schadenfreude wegducken, sondern stehen bleiben und gemeinsam kämpfen...Ach meine Güte, wer ist denn Schadenfroh?? So 10% in Berlin muss man erstmal schaffen....Mist wirklich, warum passiert mir das denn heute ständig. Müssen die beiden nett kombinierten Farbkontraste sein. Und dann wurde Fipsi noch ganz ernst, als er sagte:"Schluss mit der Trauer, Schluss mit den Tränen. Es ist Zeit, die Taschentücher wegzustecken." Rischtiiiiisch, mal schnell weg mit den Rotzefähnchen, einmal noch kräftig schnauben und dann an das nächste realistische Ziel ran. Aber welches sollte das sein? Wohl sich um die 5% zu kümmern. Eben zu verhindern, dass sich jeden Tag aufs neue 5% der Parteikollegen abmelden oder eine Partei wechseln, vielleicht ja sogar diese Hippies, wie hiessen die noch, die, die letztens eine ganz etablierte große Partei.....hopppala, also langsam muss ich mir mal ein Postet an den Bildschirm machen, das wird ja langsam peinlich. Und schliesslich möchte ich einem bösen Fipsi ja nicht bei Mondschein begegnen.
14.11.11 21:03


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Ein Casting der etwas anderen Art

13.11.11

Meine Fresse, schlimmer geht wirklich noch immer

Als ich das folgende Thema das erste Mal gelesen, bzw. überflogen habe, dachte ich an eine makabere Zeitungsente, wie schon bei so vielen skuril-anmutenden Schlagzeilen zuvor. Doch dann recherchierte ich zu diesem Thema und alles was ich konnte, war mit dem Kopf zu schütteln. Aber nicht auf die unfassbare Art, sondern auf die äußerst amüsierte Art.
 Frau Margot Käßmann, unsere allseits beliebte Ich-fahr-auch-besoffen-Auto-Betschwester hat jetzt bei einem Casting als Jury-Mitglied teilgenommen. Das schönste Grab, der schönaste Sarg, die schönste Urne wurden gesucht. Also sowas wie Deutschland sucht das Super-Gräbchen oder das Morbid-Talent oder auch Let´s fall in die Grube. Mit Frau Käßmann als Diddäää und Frau Llambi in einem. Geht’s denn bitte noch etwas peinlicher? Ich glaub, in Amiland hat man über diese Aktion noch nicht lachen können. Und für unser Bild im Ausland wäre es wohl auch sicher besser, wenn es dabei bliebe ..schmunzel…

Wenn ich in dem Bericht jetzt aber noch lese, Frau Käßmann gilt als das Gewissen der Gesellschaft frage ich mich schon, ob ich da bei dem Thema Käßmann irgendwas verpasst habe? Ist das so, dass wenn man besoffen Auto fährt, dass das dem Gewissen der Gesellschaft gerecht wird? Müssen wir das nun alle so machen? Oder gilt das nur für alle Evangelisten? Die Katholiken saufen ja nur in der Kirche. Und können danach auch direkt beichten, ihr gesellschaftliches Gewissen ist damit wieder rein.

Und Frau Käßmann ist auch noch bestechlich.

Gegen eine Spende von 2500 Euro an ein Hospiz in Hannover verlieh Käßmann als eines von neun Jurymitgliedern der Wahl des schönsten Friedhofes, Grabsteins, Sarges und der schönsten Urne eine Aura moralischer Solidität. (Spiegel Online)

Jetzt kann endlich jeder sehen, auf welchem Friedhof die ewige Ruhe am schönsten ist; dass die eigenen sterblichen Überreste statt in einer 08/15-Urne auch in einem Designerstück ruhen können; dass es bei Grabsteinen mindestens so viel Auswahl gibt wie bei Autos; und dass es bei Särgen mindestens so viel Wahlmöglichkeiten gibt wie bei Fertiggaragen. (ebenfalls Spiegel-Online)

Diese beiden Abschnitte finde ich super, sie sind so düster, dunkel-böse und sarkastisch, wie es doch sehr zu diesem Thema passt. Deutschland sucht den Supertoten. Das Untoten-Talent. Let´s rumbel in the Urne. Und für Dieter Bohlen direkt schon ein Altersjob, wenn er aufgrund von Taubheit und Alterssenilität die bisherigen Jury-Jobs nicht mehr ausfüllen kann. Deutschland sucht die-Super-Ruhestätte. Oder das Wer-schaufelt-die tiefste-Grube-Talent. Let´s versenk ihn noch ne Runde weiter.

Auch wieder ein sehr nettes Thema. Auch so rein überhaupt nicht geschmacklos. Zum Glück, sonst würde ich auch nichts darüber schreiben. Es muss schon alles geschmacklich vertretbar sein.

Das war das heilige Wort zum Sonntag.
Eine Gemeinschaftsproduktion der evangelischen und der lass-mich-damit-bloss-in-Ruhe-Kirche.....
14.11.11 20:52





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